Was pflanzen im Frühling?

Was pflanzen im Frühling?

Endlich Pflanzzeit! Diese heimischen Stauden und Kräuter kannst du ab März setzen — für einen insektenfreundlichen Garten, der den ganzen Sommer blüht.

Was pflanzen im Frühling?

Von März bis Mai ist die ideale Pflanzzeit für heimische Stauden und Kräuter, die den ganzen Sommer über Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten versorgen. Die beste Auswahl an robusten Frühlingspflanzungen findest du jetzt in Gartencentern und Baumärkten als Containerware – perfekt, um deinen Garten sofort insektenfreundlich zu gestalten. Alle hier genannten Pflanzen sind in Gartencentern, Baumärkten oder Online-Staudengärtnereien erhältlich.

Die besten Stauden für die Frühlingspflanzung

Heimische Stauden sind jetzt die erste Wahl: Sie wachsen schnell an, blühen bereits im ersten Jahr und kommen mit unserem Klima bestens zurecht. Anders als einjährige Blumen musst du sie nur einmal pflanzen – sie kehren jedes Jahr wieder und werden dabei immer prächtiger.

Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist ein echter Dauerblüher und in fast jedem Gartencenter als Containerware verfügbar. Von Juni bis September öffnen sich täglich neue rosa-violette Blüten, die Bienen und Schwebfliegen magisch anziehen. Sie wächst 40 bis 80 Zentimeter hoch und braucht einen sonnigen Platz mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden. Das Beste: Die Malve sät sich selbst aus und beschenkt dich jedes Jahr mit neuen Pflanzen.

Noch unkomplizierter ist die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium). Diese robuste Staude bekommst du überall – vom Baumarkt bis zur Staudengärtnerei. Sie wird 30 bis 80 Zentimeter hoch, blüht von Juni bis September und ist extrem pflegeleicht. Magerer, durchlässiger Boden in voller Sonne genügt völlig. Die weißen Blütenteller sind Landeplätze für unzählige kleine Insekten und die Pflanze breitet sich über Ausläufer mäßig aus.

Kräuter, die blühen dürfen

Viele Küchenkriuter entwickeln sich zu wertvollen Insektenmagneten, wenn du sie blühen lässt. Der Trick: Einfach einen Teil der Pflanzen für die Küche nutzen und den Rest für die Insekten stehen lassen.

Wilder Dost (Origanum vulgare) ist nichts anderes als Oregano und überall als Containerware erhältlich. Du kannst sogar Oregano-Töpfe aus dem Supermarkt in den Garten setzen und blühen lassen. Von Juli bis September entstehen dann violette Blütenwolken, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anlocken. Die Pflanze wird 30 bis 60 Zentimeter hoch und liebt mageren, trockenen, kalkhaltigen Boden in voller Sonne. Je karger der Standort, desto intensiver der Duft.

Pflanzung und Pflege von Kräutern

Kräuter pflanzt du am besten in durchlässige Erde – Staunässe mögen sie gar nicht. Falls dein Boden schwer ist, mische einfach Sand oder Kies unter. Die meisten Kräuter wollen es eher mager, also nicht düngen. Nach der Blüte kannst du einen Teil zurückschneiden, dann treiben sie oft noch einmal aus.

Spezialpflanzen für besondere Standorte

Nicht jeder Garten ist gleich – manche Ecken sind feucht, andere knochentrocken. Für solche Extremstandorte gibt es perfekt angepasste heimische Stauden, die dort richtig aufblühen.

Für feuchte Standorte ist Blutweiderich (Lythrum salicaria) ideal. Diese imposante Staude wird 80 bis 120 Zentimeter hoch und ist in vielen Baumärkten als Containerware verfügbar. Von Juni bis September leuchten die violett-roten Blütenkerzen weithin sichtbar und locken Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen an. Blutweiderich liebt Feuchtigkeit und verträgt sogar kurzzeitig stehendes Wasser – perfekt für den Teichrand oder die feuchte Gartenecke.

Für trockene, magere Standorte empfiehlt sich der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) aus der Staudengärtnerei. Diese außergewöhnliche Pflanze blüht von Mai bis Oktober in leuchtendem Blau und wird 30 bis 80 Zentimeter hoch. Wichtig zu wissen: Natternkopf ist zweijährig – er blüht erst im zweiten Jahr nach der Pflanzung, sät sich dann aber zuverlässig selbst aus. Er braucht sandigen, mageren Boden und volle Sonne. Auf keinen Fall düngen!

Magnet für Schmetterlinge und Bienen

Einige heimische Stauden sind echte Insekten-Hotspots: Sie ziehen nicht nur viele, sondern auch seltene Arten an. Diese Pflanzen sollten in keinem naturnahen Garten fehlen.

Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist ein absoluter Schmetterlingsmagnet – über 50 Arten besuchen ihre violetten Blüten. Du bekommst sie in spezialisierten Staudengärtnereien, manchmal auch in gut sortierten Gartencentern. Sie wird 30 bis 80 Zentimeter hoch, blüht von Juni bis Oktober und braucht mageren bis mittelschweren Boden in voller Sonne. Nicht düngen – sie liebt es nährstoffarm.

Ebenso wertvoll ist Wiesensalbei (Salvia pratensis) aus der Staudengärtnerei. Die blau-violetten Blüten von Mai bis August sind wie geschaffen für Hummeln und Schmetterlinge. Die Pflanze wird 30 bis 60 Zentimeter hoch und braucht volle Sonne sowie mageren, kalkhaltigen Boden. Nach der ersten Blüte schneidest du sie zurück – dann blüht sie oft ein zweites Mal.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Pflanzzeit für Stauden?

Von März bis Mai ist optimal für die Staudenpflanzung. Die Pflanzen haben dann den ganzen Sommer Zeit zum Anwachsen und blühen meist schon im ersten Jahr. Containerware aus dem Gartencenter kannst du aber auch den ganzen Sommer über pflanzen, wenn du gut gießt.

Wo kaufe ich heimische Stauden am besten?

Gute Gartencenters und Baumärkte führen die häufigsten heimischen Arten wie Schafgarbe und Wilde Malve. Für seltene Arten wie Natternkopf oder Wiesensalbei wendest du dich an spezialisierte Staudengärtnereien oder bestellst online bei Wildstaudengärtnereien.

Muss ich heimische Stauden düngen?

Die meisten heimischen Stauden wollen es eher mager – Dünger schadet oft mehr als er nutzt. Besonders Kräuter und Steppenstauden wie Natternkopf oder Wiesensalbei entwickeln sich auf nährstoffarmen Böden am besten. Nur wenige Arten wie die Wilde Malve freuen sich über etwas Kompost.

Wie viel kosten heimische Stauden?

Heimische Stauden im 9-cm-Topf kosten meist zwischen 3 und 6 Euro, größere Exemplare bis 12 Euro. Das ist eine einmalige Investition – die Pflanzen leben jahrelang und vermehren sich oft von selbst durch Aussaat oder Ausläufer.

Fazit

Mit heimischen Stauden holst du dir pflegeleichte Dauergäste in den Garten, die Jahr für Jahr schöner werden und dabei unzählige Insekten versorgen. Fang am besten mit robusten Arten wie Schafgarbe oder Wilder Malve aus dem Gartencenter an – sie verzeihen Anfängerfehler und belohnen dich schon im ersten Jahr mit reicher Blüte.

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