Gewöhnlicher GilbweiderichFoto: Kristian Peters -- Fabelfroh 15:11, 26 September 2005 (UTC) (CC BY-SA 3.0)

Gewöhnlicher Gilbweiderich

Lysimachia vulgaris

Wuchshöhe

50–130 cm

Blütezeit

Juni – August

Insektenwert

4/5 — sehr hoher ökologischer Wert

Verfügbarkeit

🌿Staudengärtnerei

Pflanz- und Pflegetipps

Feuchter bis nasser Boden, sonnig bis halbschattig. Bildet Ausläufer — an feuchten Standorten erwünscht. Leuchtend gelbe Blütenrispen. Wichtig für die Schenkelbiene.

Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) — Steckbrief, Standort & Pflege

Der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) ist ein echter Schatz für naturnahe Gärten und feuchte Standorte. Mit seinen leuchtend gelben Blütenrispen und der langen Blütezeit von Juni bis August bringt er Farbe in Teichränder, Bachläufe und Feuchtbeete. Diese heimische Staude ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll.

Ökologischer Wert

Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist ein wichtiger Nektarlieferant für spezialisierte Wildbienenarten und erreicht einen Insektenwert von 4 von 5 Sternen.

Besonders die seltene Schenkelbiene (Macropis europaea) ist auf Lysimachia vulgaris angewiesen. Diese Wildbienenart sammelt sowohl Pollen als auch spezielle Öle aus den Blüten des Gilbweiderich, die sie für den Nestbau benötigt. Ohne diese Pflanze kann die Schenkelbiene nicht überleben. Auch andere Wildbienenarten wie Sandbienen und verschiedene Schwebfliegen besuchen die gelben Blüten regelmäßig. Der reichliche Nektar und Pollen macht den Gilbweiderich zu einer verlässlichen Nahrungsquelle vom frühen bis zum späten Sommer.

Standort und Boden

Lysimachia vulgaris gedeiht am besten an feuchten bis nassen Standorten in sonniger bis halbschattiger Lage.

Die Pflanze liebt dauerhaft feuchte oder sogar zeitweise überstaute Böden. Ideal sind Standorte am Teichrand, in Sumpfbeeten oder entlang von Bachläufen. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein, gerne auch lehmig. Trockene Standorte verträgt der Gilbweiderich schlecht und kümmert dort vor sich hin. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7,5 ist optimal. In der vollen Sonne blüht er am reichsten, kommt aber auch mit Halbschatten gut zurecht. Wichtig ist die konstante Bodenfeuchtigkeit – dann breitet sich die Staude durch Ausläufer aus und bildet schöne Bestände.

Pflanzung und Pflege

Pflanze den Gewöhnlichen Gilbweiderich am besten im Frühjahr oder Herbst mit einem Abstand von 40-50 cm zwischen den Pflanzen.

Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Oktober. Da Lysimachia vulgaris Ausläufer bildet, solltest du genügend Platz einplanen oder die Ausbreitung durch Wurzelsperren begrenzen. Ein Pflanzabstand von 40-50 cm ist ausreichend, da sich die Pflanze von selbst ausbreitet. Die Pflege ist denkbar einfach: Hauptsache der Boden bleibt feucht. Düngen ist meist nicht nötig, da die Pflanze nährstoffreiche, feuchte Böden bevorzugt und sich dort selbst versorgt. Im Herbst kannst du die Stängel zurückschneiden oder bis zum Frühjahr stehen lassen. Der Gilbweiderich ist vollkommen winterhart und treibt zuverlässig wieder aus.

Häufige Fragen

Ist der Gewöhnliche Gilbweiderich winterhart?

Ja, Lysimachia vulgaris ist vollkommen winterhart bis mindestens -25°C. Ein Winterschutz ist nicht erforderlich.

Wie stark breitet sich der Gilbweiderich aus?

An zusagenden feuchten Standorten bildet die Pflanze mäßig stark Ausläufer. Die Ausbreitung ist kontrollierbar und nicht so aggressiv wie bei manchen anderen Stauden.

Kann man Gilbweiderich auch im Kübel kultivieren?

Grundsätzlich ja, aber der Kübel muss sehr groß sein und die Erde darf niemals austrocknen. Ein Wassergarten oder Sumpfbeet ist deutlich besser geeignet.

Welche Begleitpflanzen passen zum Gilbweiderich?

Perfekte Partner sind andere Feuchtigkeitsliebende wie Blutweiderich, Sumpfdotterblume, Mädesüß oder verschiedene Seggen-Arten.

Fazit

Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine unkomplizierte und ökologisch wertvolle Bereicherung für jeden naturnahen Garten mit feuchten Bereichen. Mit seiner Bedeutung für die seltene Schenkelbiene leistest du einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

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